„Pflicht, zu helfen“: Zur Rolle der extremen Rechte im Südtirol-Terrorismus

Der Ende der 1950er Jahre gegründete Befreiungsausschuss Südtirol (BAS) hatte sich der Forderung nach Selbstbestimmung verschrieben. Um die Öffentlichkeit auf die Diskriminierung der deutschsprachigen Minderheit in Italien aufmerksam zu machen, verübte der BAS ab Anfang 1961 „demonstrative“ Bombenanschläge. Im „Hinterland“ Österreich wurde der „Südtiroler Freiheitskampf“ bald von deutschnationaler und rechtsextremer Seite aktiv unterstützt. Deutsche und österreichische Burschenschaftler verübten einige der ersten gegen Zivilisten gerichteten Attentate. Darüber hinaus waren sie international vernetzt – das legen neue Dokumente aus dem Wiener Staatsarchiv offen.

Weiterlesen „„Pflicht, zu helfen“: Zur Rolle der extremen Rechte im Südtirol-Terrorismus“

„Explosion bei der Opernkreuzung!“ Der Alitalia-Anschlag vor 50 Jahren

Um 4.45 Uhr früh am 20. August 1966 detonierte eine 4-Kilo-Bombe vor dem Alitalia-Büro am Kärntner Ring, das schon 1961 ein Ziel gewesen war. „Einer Detonation, die zunächst für einen Blitzschlag gehalten wurde, folgte eine starke Staubwolke, gleichzeitig wurde das Geräusch berstender Glasscheiben gehört“, hieß es in der Arbeiter-Zeitung. Das Geschäftsportal wurde zertrümmert und der entstandene Schaden mit zwei Millionen Schilling beziffert. Die Druckwelle zerbarst weiters die Auslagen und Einrichtungen benachbarter Geschäfte sowie die Verglasungen der Abgänge zur Opernpassage. Nur durch Zufall gab es keine Opfer – zum Zeitpunkt der Explosion war ein starker Gewitterregen niedergegangen und die Straßen waren dadurch „fast menschenleer“.

Weiterlesen „„Explosion bei der Opernkreuzung!“ Der Alitalia-Anschlag vor 50 Jahren“