Vor 50 Jahren: Der Anschlag des „Schwarzen September“ gegen das Öltanklager in Triest

500 Meter hoch stieg die Rauchsäule, ein riesiges Flammenmeer hielt Feuerwehrleute die ganze Nacht auf Trapp: Am 4. August 1972 waren im Hafen von Triest vier von 25 Öltanks in Brand geraten und zwei weitere beschädigt worden. Das Großtanklager gehörte zur Transalpine Ölleitung (TAL), einer Pipeline, die vom Hafen Triest in der Bucht von Muggia nach Ingolstadt und Schwechat führt. Für Österreich ist die TAL bis heute eine wichtige Energieversorgungsroute.

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Statements im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg

Julian Melichar, Wie hochrangige Politiker und Machthaber ihre DNA
mit bizarren Methoden schützen,
in: Kleine Zeitung, 22.6.2022, https://www.kleinezeitung.at/international/6152793/Von-Putin-bis-Biden_Wie-hochrangige-Politiker-und-Machthaber-ihre

„Schlag gegen Militärführung“: Putins Generalstabschef
angeblich verwundet,
in: Kurier, 2.5.2022, https://kurier.at/politik/ausland/russischer-generalstabschef-gerasimow-angeblich-in-der-ukraine-verwundet/401993211

Felix Busjaeger, Spione in der Ukraine enttarnt: So haben Putins
Agenten auch Europa unterwandert,
in: kreiszeitung.de, 2.5.2022, https://www.kreiszeitung.de/politik/putins-spione-in-der-ukraine-enttarnt-so-haben-agenten-des-kreml-chefs-europa-unterwandert-91516018.html

Ben Weiser, Russische Diplomaten wegen Spionagevorwürfen
ausgewiesen,
in: zackzack.at, 7.4.2022, https://zackzack.at/2022/04/07/russische-diplomaten-wegen-spionagevorwuerfen-ausgewiesen

Michael Jungwirth, Keine Ausweisung: In Wien hat der Kreml 150
Diplomaten stationiert,
in: Kleine Zeitung, 6.4.2022.

Florian Niederndorfer, Fabian Schmid, Wo die Wände Ohren haben:
Österreichs laxer Umgang mit Spionen,
in: Der Standard, 3.4.2022, https://www.derstandard.at/story/2000134615972/wo-die-waende-ohren-haben-oesterreichs-laxer-umgang-mit-spionen

Manuela Honsig-Erlenburg, Fabian Schmid, Österreich als Basis für
russische Spionage,
in: Der Standard, 29.3.2022, https://www.derstandard.at/story/2000134478296/oesterreich-als-drehscheibe-fuer-russische-spionage

Christina Traar, Geheimagenten: Wien als „wahrer
Flugzeugträger“ für russische Spione,
in: Kleine Zeitung,
29.3.2022, https://www.kleinezeitung.at/politik/innenpolitik/6117733/Geheimagenten_Wien-als-wahrer-Flugzeugtraeger-fuer-russische-Spione

Siobhán Geets, Geheimdienste im Ukraine-Krieg: Die Stunde der
Agenten,
in: profil, 10.3.2022, https://www.profil.at/ausland/geheimdienste-im-ukraine-krieg-die-stunde-der-agenten/401931433

Als ein wahrer James Bond in Kitzbühel wedelte

Gleich ob Graham Greene, John le Carré oder Ian Fleming: Österreich spielte eine wichtige Rolle beim Zustandekommen von Klassikern der Spionage-Literatur. Greene hatte für „Der dritte Mann“ 1948 zweimal in Wien recherchiert, le Carré wiederum war 1951 für den britischen Armeegeheimdienst in Graz tätig. Am intensivsten und prägendsten war die Zeit in Österreich aber für Fleming, den Schöpfer von James Bond.

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„Dem Terror nicht beugen“: Das Attentat auf Heinz Nittel

Am 1. Mai 1981, vor 40 Jahren, wurde der Wiener Stadtrat Heinz Nittel von einem Terroristen erschossen. Er ist bis heute der einzige Politiker der 2. Republik, der einem Anschlag zum Opfer gefallen ist. Das Attentat am Tag der Arbeit war der Auftakt zu der schwersten Terrorwelle, von der Österreich bislang getroffen wurde.

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Nachrichtendienstliches Neuland – Gastkommentar in Der Standard, 20.3.2021

Das skandalumwitterte Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) wird also künftig Direktion für Staatsschutz und Nachrichtendienst (DSN) heißen. Wie sich aus dem etwas sperrigen neuen Namen ergibt, verfügt Österreich zum ersten Mal in seiner Geschichte über eine nachrichtendienstliche Struktur für das Innere – auch wenn diese nur eine „Hälfte“ des neuen Amts bildet.

Für Österreich ist es dennoch Neuland. Denn hierzulande war Staatsschutz seit den Tagen von Kaiser Karl VI., Anfang des 18. Jahrhunderts, alleinige polizeiliche Angelegenheit. Das drückte sich in der Bezeichnung der 1945 neu aufgestellten Staatspolizei aus. Diese war unter anderem für Spionage- und Terrorismusabwehr, Personen- und Objektschutz zuständig – ohne dafür adäquat ausgestattet zu sein.

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Braune Netzwerke, Geheimdienste & die Gründung der FPÖ-Vorgängerpartei

An der Gründung des Verbands der Unabhängigen (VdU), Vorgängerorganisation der heutigen Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ), waren mehrere Männer beteiligt, die vorher im Untergrund aktiv gewesen waren und parallel für einen westlichen Geheimdienst arbeiteten. Dieser Aspekt der Geschichte des VdU war nur ein Randthema, als das Freiheitliche Bildungsinstitut Ende 2019 einen umstrittenen „Bericht der Historikerkommission“ zur FPÖ-Parteigeschichte vorlegte. Neu ausgewertete Quellen geben Einblick in das Geschehen hinter der Parteigründung 1949.

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Die Killer nicht mehr zurückpfeifen können

Flughafen Schwechat, 27. Dezember 1985: Die drei Männer benahmen sich verdächtig. Sie standen nebeneinander auf der Treppe und zupften nervös an ihrer Kleidung. Einer versuchte eine Handgranate im Ärmel seines Kamelhaarmantels zu verbergen. Der US-Amerikanerin Cora S. fiel das auf, als mit der Rolltreppe an dem Trio vorbeifuhr. Mit ihrem Ehemann, einem in Wien stationierten Diplomaten, war sie an diesem Samstagvormittag auf den Flughafen Schwechat gekommen, um Sohn David zu verabschieden. Nun hieß es rasch handeln – gemeinsam sprachen sie in der Abflughalle den nächstbesten Polizisten an. Doch der verstand kaum Englisch. Er konnte auch niemand verdächtigen im Umkreis entdecken. Gerade als sich der Polizist zu seinem Standort umkehrte, kam es zu mehreren Detonationen. So begann einer der schwersten Terroranschläge in der Geschichte der 2. Republik.

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45 Jahre nach der OPEC-Geiselnahme: Wie der Anschlag gelingen konnte

Das Terrorkommando kam mit der Ring-Straßenbahn. Am 21. Dezember 1975, kurz vor 11.30 Uhr fuhr man fast direkt vor den Sitz des OPEC-Generalsekretariats am Dr. Karl-Lueger-Ring Nr. 10 (seit 2012 Universitätsring). Gut, dass die Tram an diesem Sonntagvormittag fast leer war. Denn die Gruppe bot ein „lustiges Bild“, erinnerte sich Hans Joachim-Klein: Carlos mit seinen lateinamerikanischen Zügen und der in Wien gekauften Baskenmütze auf dem Kopf, der kleingewachsene „Jussef“, ein „Vollblutaraber“, und der Rest in dicken Jacken, um darunter Waffen zu verbergen: „Wir konnten uns deshalb kaum bewegen, und genauso sah es aus.“ In Adidas-Sporttaschen wurden Maschinenpistolen, Handgranaten, Plastiksprengstoff, Sprengkapseln und für jeden eine Packung Amphetamine zum Wachbleiben mitgeführt. Es war also kein Wunder, dass nicht nur der Schaffner „guckte“.

Es folgt ein Auszug aus meinem Buch „Tage des Schreckens: Die OPEC-Geiselnahme 1975 und die Anfänge des modernen Terrorismus“ (2015)

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Der Spion, der niemals zurückkam

Vor 45 Jahren, am 20. Dezember 1975, war die Spionagestadt Wien Schauplatz einer besonders spektakulären Operation, die aber in Vergessenheit geraten ist. Mitten in Wien, vor der zentralen Votivkirche, „verschwand“ ein sowjetischer Überläufer vor der Votivkirche und wurde nicht mehr gesehen: Nicholas George Shadrin war dem KGB in die Falle gegangen. Offiziell ist der Fall bis heute ungeklärt. Und er verdeutlicht, dass der Kalte Krieg in Wien auch in späteren Jahren mitunter mit aller Härte und Verschlagenheit ausgetragen wurde. Denn es sollen auch Ost-Spitzel in den Reihen des österreichischen Sicherheitsapparats in das Verschwinden Shadrins involviert gewesen sein.

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