Wie die „Cobra“ giftig wurde

Vor 40 Jahre, im Herbst 1977, erschüttert der Terror der Roten Armee Fraktion (RAF) die Bundesrepublik Deutschland: Prominentestes Opfer ist Arbeitgeberpräsident Hanns Martin Schleyer, der entführt und später ermordet wird. In Österreich löst das Nervosität aus. Allen voran Bundeskanzler Bruno Kreisky befürchtet ein Übergreifen der Gewalt – auch deshalb, weil die Republik schlecht darauf vorbereitet ist. Innerhalb weniger Monate kommt es zu einer grundlegenden Wende in der Sicherheitspolitik: Bereits am 1. Jänner 1978 verfügt Österreich mit dem Gendarmerieeinsatzkommando (GEK), dem heutigen Einsatzkommando Cobra (EKO Cobra), über eine professionelle Antitterroreinheit. Lange unter Verschluss gehaltene Dokumente ermöglichen erstmals einen detaillierten Einblick in Gründungsgeschichte der „Cobra“.

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Terrorismus – damals und heute

Paris, am Abend des 12. Februar 1894: Der 21jährige Emilie Henry betritt das Cafe Terminus in der Nähe des Bahnhofs St. Saint-Lazare. Er setzt sich an einem Tisch und bestellt zwei Bier und eine Zigarre. Gegen 21.01 Uhr als die Kapelle für die Gäste gerade das fünfte Stück spielt, steht Henry plötzlich auf und wirft eine Bombe in die Masse von rund 350 Menschen. Bilanz: Ein Toter, 20 Verletzte. Damit war Henry unzufrieden. Er hatte gehofft, mindestens 15 Menschen zu töten und mehr als doppelt so viele zu verwunden. Und er sprach den berühmt gewordenen Satz: „Es gibt keine Unschuldigen.“ So wie auch heute noch der sogenannte Islamische Staat seine Verbrechen zu rechtfertigen versucht.

Terrorismus ist alles andere als ein neues Phänomen, sondern weist eine lange Vorgeschichte auf. Aus der Betrachtung dieser Vergangenheit lassen sich Rückschlüsse für das Heute ziehen.

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