Mord per Blasrohr: Die Blutspur der „Roten Hand“

Es ist bis heute einer der spektakulärsten Kriminalfälle in der Geschichte der Schweizer Metropole Genf: Am Donnerstagnachmittag, 19. September 1957, fährt ein Mann den Aufzug zu seiner Wohnung in der Cour de Rive Nr. 16 hoch. Es handelt sich um den 55jährigen Marcel Leopold. Er hat nur mehr wenige Augenblicke zu leben. 

Kaum ist Leopold in der dritten Etage angekommen, trifft ihn ein 15 cm langer Stahlbolzen von der linken Seite her in die Brust. Lunge und Aorta werden durchbohrt, was zu massiven inneren Blutungen führt. Leopold schafft es gerade noch, an der Türe zu klingeln. Als seine Frau öffnet, stammelt er noch, dass er „vergiftet“ worden sei und bricht zusammen. Wenige Sekunden später ist er tot.

Vor 60 Jahren erschütterte eine Serie spektakuläre Mordfälle zahlreiche westeuropäische Länder. Es handelte sich um Auswüchse des Algerienkriegs (1954-1962), die bis nach Österreich ausstrahlten.

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