Vom Patronenkönig & der „schönsten Frau der Welt“

Eine TV-Serie und ein Dokumentarfilm beschäftigen sich mit Hedy Lamarr, der legendären Filmdiva aus Wien. Schillernd war aber auch ihr erster Ehemann, der österreichische Waffenhändler Fritz Mandl. Heuer ist es 40 Jahre her, dass der „Patronenkönig“ 77jährig gestorben ist. Seine Biografie ist die unglaublich anmutende Geschichte eines Machtmenschen und skrupellosen Geschäftsmanns. Mandl war tief verstrickt in die allmähliche Aushöhlung und Zerstörung der 1. Republik, aber auch in die Aufrüstung faschistischer Machthaber in Italien, Ungarn und Agentinnen. Und neue Dokumente zeigen: Mandl, laut NS-Diktion „Halbjude“, war eine fixe Größe im Spinnennetz der Ultrarechten – was abstruse Gerüchte befeuert, er wäre Fluchthelfer für Adolf Hitler gewesen.

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Dr. Bull, die Superkanone & das „Projekt Babylon“

1990 erregt ein spektakulärer Mordfall weltweite Aufmerksamkeit: In Brüssel wird der kanadische Ingenieur und Waffenhändler Gerald Bull erschossen aufgefunden. Zuletzt hatte Bull an dem aberwitzig anmutenden „Projekt Babylon“ gearbeitet – nämlich den Irak mit einer „Superkanone“ aufzurüsten. Davor hatte Bull auch das Design eben jener Noricum-Haubitze verkauft, die Ende der 1980er Jahre zum Dreh- und Angelpunkt eines der schwersten Politskandale in Österreich wurde. Nun tauchte Bulls Name in den „Paradise Papers“ (http://bit.ly/2AJoPYrauf. Ein guter Anlass, sich diesen „Lord of War“ in Erinnerung zu rufen.

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Mord per Blasrohr: Die Blutspur der „Roten Hand“

Es ist bis heute einer der spektakulärsten Kriminalfälle in der Geschichte der Schweizer Metropole Genf: Am Donnerstagnachmittag, 19. September 1957, fährt ein Mann den Aufzug zu seiner Wohnung in der Cour de Rive Nr. 16 hoch. Es handelt sich um den 55jährigen Marcel Leopold. Er hat nur mehr wenige Augenblicke zu leben. 

Kaum ist Leopold in der dritten Etage angekommen, trifft ihn ein 15 cm langer Stahlbolzen von der linken Seite her in die Brust. Lunge und Aorta werden durchbohrt, was zu massiven inneren Blutungen führt. Leopold schafft es gerade noch, an der Türe zu klingeln. Als seine Frau öffnet, stammelt er noch, dass er „vergiftet“ worden sei und bricht zusammen. Wenige Sekunden später ist er tot.

Vor 60 Jahren erschütterte eine Serie spektakuläre Mordfälle zahlreiche westeuropäische Länder. Es handelte sich um Auswüchse des Algerienkriegs (1954-1962), die bis nach Österreich ausstrahlten.

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