Raketen gegen Israel: Zur Rolle von Österreichern im ägyptischen Rüstungsprogramm & der Operation Damokles

Wien, Ende Oktober 1962: In der israelischen Botschaft wird ein Unbekannter vorstellig. Er will sofort mit einem hochrangigen Diplomaten sprechen: „Mein Name ist Otto Joklik und ich kann ihnen Informationen über die Arbeit geben, die ich für ägyptische Militärprojekte gemacht habe.“ Was Joklik dann erzählt, wird Schockwellen rund um den Globus aussenden. Eine teuflische Verschwörung sei im Gange, um Israel auszulöschen: Schon bald befände sich Tel Aviv in Reichweite ägyptischer Mittelstreckenraketen, deren Gefechtsköpfe mit radioaktivem Abfall gefüllt seien.

Jokliks Angaben bestätigen die schlimmsten Befürchtungen des Mossad. Der israelische Geheimdienst verfolgt das Rüstungsprogramm des ägyptischen Präsidenten Nasser seit längerem mit Besorgnis. Denn es wird von deutschen und österreichischen Wissenschaftler und Technikern vorangetrieben, die schon für das Dritte Reich gearbeitet haben. Offenbar soll nun im Verbund mit Nasser die „Endlösung“ verwirklicht werden.

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