Zielobjekt Rechts: Wie die Stasi die westdeutsche Neonaziszene unterwanderte

Einen guten Überblick hinsichtlich der Aktivitäten des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) in Bezug auf die westdeutsche Neonaziszene gibt der hier zu besprechende Band. Wie der Journalist Andreas Förster darlegt, hatte das MfS dort nicht nur mehr als 70 Informanten, es fanden auch führende Rechtsextremisten in der DDR Unterschlupf. Gleich drei Unterabteilungen der 1975 gegründeten Hauptabteilung XXII des MfS waren für rechtsextreme und konservative Gruppen zuständig.

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„Augenblicklicher Tod“: Krimi um Karl Lütgendorf

„Wahre Lügen“, der neue Wien-„Tatort“ drehte sich um einen Fall, der vor knapp 38 Jahren die Republik erschütterte: Der mysteriösen Selbstmord des ehemaligen Verteidigungsminister Karl Lütgendorf. Ob es wirklich Suizid war, ist bis heute Gegenstand von Spekulationen. Neue Dokumente entkräften Verschwörungstheorien, geben aber keine abschließenden Antworten.

Die österreichischen Nachrichtendienste aus Sicht der Stasi

Sensible Bereiche werden in Österreich traditionell verschwiegen gehandhabt. Das Thema Nachrichtendienste ist ein gutes Beispiel dafür, auch wenn der laufende parlamentarische Untersuchungsausschuss zur sogenannten „BVT-Affäre“ für etwas Transparenz gesorgt hat. Freilich geht es hier zentral um mögliche politische Einflussnahme rund um eine Razzia in Büros und Privathäusern von Bediensteten des Bundesamts für Verfassungsschutz (BVT) am 28. Februar 2018. Aber so intensiv und kontinuierlich waren das BVT und damit auch nachrichtendienstliche Inhalte noch nie Thema in Österreich.

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„Wien war ja neutral – unter Anführungszeichen“: Die Technologieschmuggler der Stasi

Geheimdienste sind oft nicht besonders kreativ bei der Wahl von Decknamen. So war es auch in diesem Fall. 1953 gab der ungarische Auslandsgeheimdienst einem neuen Agenten die Bezeichnung „Boros“. Nicht besonders geistreich, denn „bor“ bedeutet auf Ungarisch „Wein“ – und das wiederum war der tatsächliche Familienname des Spions: Rudi Wein, Jahrgang 1930, Holocaust-Überlebender und später Kumpan von Udo Proksch bzw. legendärer Wirt im „Gutruf“ in der Wiener Innenstadt.

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